Monatsplaylist – Study Mode Februar 2016

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Wir Deutschen jammern ja bekanntlich wahnsinnig gerne auf sehr hohem Niveau und wenn wir sonst gerade eigentlich wunschlos glücklich sein könnten, dann muss sich wenigstens über das Wetter beschwert werden. Natürlich bilde ich da keine Ausnahmen und beklage mich auch jeden Morgen über die Tatsache, dass ich morgens immernoch Scheiben kratzen muss.

Doch eigentlich bin ich mir ja im Klaren darüber, dass alles Jammern und Motzen nichts bringt, deshalb nutze ich die Zeit lieber sinnvoller, indem ich den letzten Monat Revue passieren lasse und Bezug auf seine musikalische Ausrichtung nehme.

Der Februar war anstrengend, sehr anstrengend. Unfassbar, dass ausgerechnet der kürzeste Monat des Jahres so vollgepackt war für mich. Das große Ding, das den vergangenen Monat so stark geprägt hat, war meine Studienarbeit, die am 20. Februar abgegeben werden musste.

Im Umkehrschluss bedeutetet das, dass ich mein Leben für die ersten zwei Drittel des Monats dem Recherchieren, Texte schreiben und Überarbeiten verschrieben habe. Der gesamte Arbeitsprozess hat sich zur Förderung der Konzentration in die Bibliothek der Hochschule verlagert.

Sicherlich kennen das viele, die guten Vorsätze, die man zu Beginn einer solchen Arbeit fasst: Rechtzeitig anfangen, nicht ablenken lassen, genug Puffer einplanen und so weiter. Meine tiefste Bewunderung gehört all denjenigen, die das wirklich schaffen umzusetzen. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich beim Thema Hausarbeit eher zur Chaos-Fraktion gehöre – aber am Ende wird immer alles gut!

Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen und ein paar Tipps zur Bewältigung bei einer derartigen drohenden Katastrophe weitergeben, wenn ihr das mit der perfekten zeitlichen und organisatorischen Planung genauso wundervoll vergeigt wie ich. ;)

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Tipp 1: Nicht durchdrehen!

Klingt total banal und abgedroschen und absolut unkonkret, dabei ist es total wichtig: Macht euch nicht fertig, weil ihr keine Organisationstalente seid! Es ist eine ganz fiese Teufelsspirale, sich selbst Vorwürfe zu machen, weil man sich nicht an seine eigenen Vorsätze hält und deshalb zeitlich schon alles extrem eng ist, denn aus dem Schlamassel kommt man jetzt ohnehin nicht mehr raus. Situation akzeptieren und entsprechend handeln!

Tipp 2: Tschüss Freizeit!

Es ist hart, aber notwendig: Wenn ihr wenig Zeit bis zum Abgabetermin habt, müsst ihr jede – und ich meine wirklich jede – Freizeitaktivität in diesem Zeitraum streichen. Man unterschätzt viel zu oft, die vielen Kleinigkeiten, die man immer noch so nebenher macht. Aber jetzt im Ernstfall zählt wirklich jede Minute, kein Scherz.

Tipp 3: Listen-Liebe!

Wenn man eine Hausarbeit anfängt und vor allem, wenn man ohnehin schon unter Zeitdruck ist, sitzt man vor einem unmöglich zu bewältigenden Berg von Arbeit. Deswegen hilft es, ein bisschen Struktur mithilfe von To-Do-Listen zu schaffen. Ich schreibe dann gerne Kapitelnamen oder Gliederungspunkte auf, die ich dann abhaken kann, wenn dieser Teil erledigt ist. Nach und nach schmilzt so der Arbeits-Berg!

Tipp 4: Belohnen!

Anstatt sich selbst zu demotivieren, indem man die Tage bis zum Abgabedatum zählt, sind schöne Pläne für nach der Abgabe deutlich hilfreicher. Wenn man wirklich auf alles, was einem Freude macht, verzichtet, zählen da schon ganz kleine Sachen als Lichtblick: endlich wieder ausschlafen, ins Kino gehen oder einfach nur ein Abend mit Freunden!

Tipp 5: Arbeitsatmosphäre schaffen!

Der für mich allerwichtigste Schritt: Sucht euch einen geeigneten Arbeitsplatz. Ich persönlich kann zuhause einfach nicht produktiv sein, weil mich zu viel ablenkt oder ich mich mit anderen Dingen beschäftige. Mir hat es unglaublich geholfen, die Bibliothek der Hochschule zu meinem Arbeitsplatz zu machen, ich hatte sogar nach einigen Tagen einen Stammplatz :D Das Arbeiten in der Bibliothek schafft Routine und bringt Kontrolle in den Arbeits-Alltag: Hinsetzen, Laptop auf und Musik an!

Study Mode

Zu meiner erfolgreichen Arbeitsatmosphäre gehört auf jeden Fall gute Musik, im Februar waren es die Songs in der Playlist Study Mode. Sie hilft mir beim Konzentrieren und Nachdenken.

Allerdings stören mich fast alle Vocals in den Songs, weil sie ablenken. Deshalb ist die Februar-Playlist sehr elektronisch und sehr monoton, also absolute Geschmacksache. Ich liebe diese tiefen Bässe, die fast unbewusst im Hintergrund wummern. Wenn die Songs Gesang enthalten, muss es sehr dezent sein.

Oft sind die Lyrics recht kurz oder wiederholen sich sehr häufig. Für mich transportieren alle Lieder der Playlist ganz viel Atmosphäre. Sie vermitteln Ruhe durch die Monotonie der Bässe, aber auch Kraft, vor allem durch den klaren und gleichförmigen Aufbau im Song.

Wenn ich gerade nicht in der Bibliothek oder irgendwo anders vor meinem Laptop saß, dann war ich unterwegs: entweder im Auto oder im Bus oder im Zug. Meine Anreise zur Hochschule ist leider immer relativ weit und daher auch lange. Ich finde Fahrtzeit immer unfassbar langweilig. Die Internetverbindung auf den meisten S-Bahn Strecken lässt meistens zu wünschen übrig und auch für den täglichen Stuttgarter Berufsverkehr braucht man starke Nerven. Also muss auch hier die Musik mich bei Laune halten.

Unterwegs mag ich schnelle, fröhliche Beats, die #PositiveVibes versprühen. Nichts hilft besser gegen Frust im Stau oder bei verspäteten Zügen. Außerdem wird die Lautstärke voll aufgedreht, sowohl im Auto, als auch über die Kopfhörer in der Bahn!

Mein persönliches Highlight des Monats fand ganz am Ende statt. Es ging für ein paar Tage nach Köln, weil wir dort Tickets für das Neo Magazin Royal hatten. Ich hatte wahnsinnig viel Spaß und die Stadt hat mir viele neue Eindrücke verschafft.

Ich wünsche Euch viel Spaß mit der Playlist. Im nächsten Monat hoffe ich auf den langersehnten Frühling mit ganz viel Sonnenschein und guter Laune, die in musikalischer Form dann in der neuen Playlist für März eingefangen wird.

Fotos: Tilo Hensel

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